Soziokratie
Strukturen, die Selbstorganisation und Entscheidungsfähigkeit im System verankern.
Myzel ist das verborgene Netzwerk, das den Wald lebendig macht — still, unsichtbar, nährend.
Genau dort setze ich an.
Ich erlebe, wie Menschen mit echten Visionen und dem Willen zur Veränderung scheitern — nicht an fehlenden Ideen, sondern an Überlastung und Resignation. Das lässt mich nicht los.
Daher frage ich mich: Warum schaffen wir es so selten, wirklich gemeinsam zu tragen, was wir gemeinsam wollen? Was fehlt — und was müssen wir erst noch lernen?
Diese Frage treibt meine Arbeit.
Ich begleite Organisationen in Veränderung — seit 2013, zunächst als externer IT-Berater und Datenstratege. Mein Blick als Außenstehender war von Anfang an derselbe: Was trägt hier wirklich? Wo ist Reibung — und warum?
Ich legte offen, was ich sah. Machte meine Arbeit transparent, nicht um zu glänzen, sondern weil ich überzeugt bin, dass Veränderung nur gelingt, wenn sie gemeinsam verstanden wird.
Nach mehr als einem halben Jahr als externer Datenarchitekt bei dm bat mich eine Führungskraft zum Gespräch. Er schätzte die Architektur. Aber was ihn wirklich beschäftigte, war etwas anderes: wie ich auf sein Team blickte, auf die Organisation, auf das, was zwischen beiden rieb. Klar, ohne Umweg, ohne Agenda. Er fragte, ob ich nicht seine Projektmanager coachen wolle.
Ich war als Architekt gekommen. Er sah den Begleiter. Und bin als Begleiter angekommen.
Es blieb nicht das einzige solche Gespräch. Irgendwann hörte ich auf, es zu ignorieren.
Ich bin aufrichtig und verbindlich — und lasse mich gerne widerlegen, weil ich lieber dazulerne. Prozesse interessieren mich mehr als Lösungen. Menschen mehr als Systeme.
Im Vaterdasein begleite ich eine wunderbare Tochter in ihr autonomes und wirksames Leben. Ich lebe eine herausfordernde Liebes- und Lebenspartnerschaft — und bin zudem Gemeinschaftsmensch. Mein Zuhause ist die Gemeinschaft Sonnenwald im Nordschwarzwald bei Freudenstadt — rund 60 Erwachsene und 20 Kinder. Was ich dort täglich erfahre, fließt in meine Arbeit ein.
Mit Myzel habe ich endlich bewusst das gewählt, was längst schon da war.
Wer nur das Symptom behandelt, sieht es wiederkommen. Mich interessiert, was darunter liegt.
02 Macht, die nicht sichtbar wird, wirkt am stärksten. Was nicht benannt ist, lässt sich nicht teilen.
03 Ein System kann nur den Schritt gehen, den es tragen kann. Wer zu schnell geht, verliert die Menschen — und merkt es oft zu spät.
Der Prozess folgt dem Rhythmus des Systems — nicht einem fixen Plan.
Erstes Gespräch, Auftragsklärung, gemeinsames Ankommen.
Zuhören, verstehen — das System zeigt, was es braucht.
Boden bereiten. Was muss gegeben sein, damit Veränderung tragen kann?
Erste Schritte. Neues entsteht vorsichtig, sichtbar, prüfbar.
Was wirkt, soll bleiben. Strukturen verankern sich.
Spiegeln. Was ist geworden? Was trägt? Was darf weitergehen?
Vier Quellen prägen, wie ich arbeite. Sie greifen ineinander — strukturell, menschlich, körperlich.
Strukturen, die Selbstorganisation und Entscheidungsfähigkeit im System verankern.
Alle Stimmen im System — auch die leisen, randständigen — haben Bedeutung für das Ganze.
Unsichtbare Dynamiken und Muster in Systemen sichtbar machen — räumlich, körperlich, ohne viele Worte.
Konflikte als körperliches und systemisches Phänomen begreifen — und auflösen.
Das Kräftedreieck
Nicht einen Pol maximieren — sondern die Balance zwischen allen dreien halten. Wo trägt das System? Wo nicht?
in Anlehnung an Sparrer · Varga von KibédTom hat unsere AG-Sitzungen strukturell auf ein neues Level gehoben – sowohl in der Moderation als auch in den Tools, die wir nutzen. Mit wohltuender Klarheit und Konsequenz hat er neue Standards gesetzt und echte Lernprozesse angestoßen.
Sein feines Gespür dafür, Beiträge zu filtern und zu reflektieren, hat uns alle sensibler dafür gemacht, wie wir unsere gemeinsame Zeit gestalten. Und das alles mit einer Empathie und Feinfühligkeit, die jeden Einzelnen und das Team als Ganzes im Blick behielt.
Ich freue mich auf das erste Gespräch.